Sie sind hier: Startseite » Konzerte » Sa, 29. April

Samstag, 29. April 2017 - 19.00 Uhr

ORGELKONZERT THIERRY ESCAICH

Thierry Escaich
Thierry Escaich


Thierry ESCAICH, Orgel (Paris)


Der Titularorganist an der Kirche Saint-Étienne-du-Mont (Paris) konzertiert weltweit. Der hervorragender Improvisator ist zudem ein meisterhafter Komponist. Er verbindet in seinem Programm geschickt Alt und Neu.

  • Künstler
  • Programm

THIERRY ESCAICH

Thierry Escaich
Thierry Escaich

Der Komponist, Organist und Improvisator Thierry Escaich ist ein unverwechselbarer Protagonist der zeitgenössischen Musikszene und einer der wichtigsten Vertreter der neuen Generation französischer Komponisten. Die drei Aspekte seines Kunstschaffens sind untrennbar miteinander verbunden, was ihm in seinen Konzerten die Möglichkeit gibt, Kreativität, Improvisation und Interpretation auf vielfältige Weise zu kombinieren.
Als Komponist erkundet Thierry Escaich unermüdlich neue klangliche Horizonte und arbeitet daher mit den verschiedensten Genres und Besetzungen. Sein Œuvre umfasst an die hundert Werke, die mit ihrem lyrischen Elan und ihrer mitreißenden Rhythmik ein breites Publikum ansprechen. Seine Musik, die in der Nachfolge von Franck, Messiaen und Dutilleux steht und sich weder Einsprengseln der populären Musik noch Elementen der Sakralmusik verschließt, zeugt vor allem von einem ausgeprägten Sinn für eine formale Architektur, die den Zuhörer ins Herz der Überlagerung unerhörter Klangwelten führt.
Sein ausgesprochen eigenwilliger Stil schimmert in der Intimität seiner Kammermusik ebenso durch wie in seinen breit angelegten „Freskenzyklen“, etwa der Chaconne für Orchester, dem Oratorium Le Dernier Évangile oder dem Doppelkonzert für Violine und Cello Miroir d’ombres. 2010 komponierte Escaich Ballettmusik für das New York City Ballet; im März 2013 wurde seine erste Oper mit dem Titel Claude (Libretto: Robert Badinter nach der Erzählung Claude Gueux von Victor Hugo) an der Opéra National de Lyon uraufgeführt und erhielt vorzügliche Kritiken. Am liebsten komponiert Thierry Escaich jedoch für sein eigenes Instrument: Solostücke, Kammermusik, zwei Konzerte, das symphonische Gedicht La Barque solaire für Orgel und Orchester.
Escaichs Laufbahn als Komponist ist eng mit seiner Laufbahn als Organist verbunden – wie bei Maurice Duruflé, dem er in Paris an der großen Orgel der Pfarrkirche Saint-Étienne-du-Mont als Hauptorganist nachfolgte. Escaich gibt weltweit Konzerte und spielt neben Werken anderer Komponisten auch eigene Kompositionen und Improvisationen. Als großer Kinofan improvisiert er regelmäßig zu Stummfilmen wie Das Phantom der Oper oder Metropolis auf Klavier oder Orgel.
Zu seinen jüngsten Engagements zählen Auftritte in Philadelphia (mit dem Philadelphia Orchestra unter der Leitung von Christoph Eschenbach; auch als Solist), Wien (Konzerthaus; als Solist mit dem Orchestre de Paris unter der Leitung von Paavo Järvi im Musikverein), Sankt Petersburg (Mariinski-Theater; als Solist mit dem Mariinski-Orchester unter der Leitung von Valery Gergiev), London (Konzertauftritt bei den Proms) und Berlin (Dom und Konzerthaus). Konzerte gab er auch in Paris, New York, Los Angeles, Chicago, Toronto, Vancouver, Tokio, Budapest, Bukarest und Athen. Außerdem ist er regelmäßig auf Festivals in Frankreich und im Ausland zu Gast. 2013 spielte er Camille Saint-Saëns‘ Orgelsinfonie Nr. 3 in c-Moll (Orchestre de Paris; Leitung: Paavo Järvi), trat in London (BBC Proms), Bukarest und Paris auf und ging anschließend auf Tournee durch Japan.
Seit 1992 unterrichtet Thierry Escaich Improvisation und Komposition am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse (CNSMDP) in Paris, wo er selbst studierte und acht erste Preise gewann. 2013 wurde er zum Mitglied der Académie des Beaux-Arts des Institut de France ernannt.
Die verschiedenen Facetten seines Kunstschaffens spiegeln sich in einer umfangreichen Diskografie mit vielen preisgekrönten Aufnahmen wider, die hauptsächlich bei Accord/Universal und Indésens erschienen. Die CD Les Nuits hallucinées (2011), die Thierry Escaich am Ende seiner Zeit als Composer-in-Residence beim Orchestre National de Lyon einspielte, erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter auch den „Choc“ der Zeitschrift Classica.

Charles Tournemire
(1870 - 1939)
aufgeschrieben von M. Duruflé
Victimae Paschali Laudes (Improvisation)
Nicolas Grigny
(1672 - 1703)
Hymne Verbum Superum
Thierry Escaich
(* 1955)
Evocation IV (paraphrase sur le thème de l'hymne Verbum Superum) (2014)
Felix Mendelssohn-Bartholdy
(1809 - 1847)
Sonate III in A-Dur
Thierry Escaich
(* 1955)
Improvisation einer Fantasie und Fuge über ein Thema eines Luther-Chorals
Louis Vierne
(1870 - 1937)
Romance und Finale aus der Symphonie IV
Thierry Escaich
(* 1955)
Improvisation eine "Suite de Danses" über ein gegebenes Thema

Karten

Karten für dieses Konzert zu 12,-/ erm. 8,- Euro können Sie >>>hier bestellen.